Schlösser und Landgüter
in Holland und Seeland

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Im Mittelalter lagen verteilt über die alten Grafschaften Holland
und Seeland zahlreiche Schlösser. Diese, meist an strategischen
Punkten gelegenen Verstärkungen, bildeten Residenzen für den Adel in
der Region, die nach dem mittel alterlichen feudalen Staatssystem
meist als Lehnsherren und somit im Namen des Grafen die Grafschaft
verwalteten. Das Schloß war in erster Linie gedacht, um das
dazugehörige Territorium - einen Herrensitz oder ein Landgut - zu
verteidigen, außerdem wurde das Gebiet von hier aus verwaltet und
bewirtschaftet. Schlösser und Reste hiervon sind darum nicht nur
architektonische Monumente, sondern auch interessante Zeugen der
mittelalterlichen Gesellschaft. |
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Neben dem Adel war eine andere soziale Gruppe immer
wichtiger geworden: in den Städten bildeten sich bereits im späten
Mittelalter eine zunehmend reichere Elite von Bürgern, die im Laufe der
Zeit ebenfalls in der Lage war, sich Verwaltungsfunktionen zu
bemächtigen. Dies geschah nicht nur in der Stadt, sondern auch außerhalb,
weil die reichen Bürger den Fürsten oder den Grafen, finanziell
unterstützten, Z.B. bei der Land-gewinnung. Solche Geldgeber waren so in
der Lage, Polderämter zu errichten und Schlösser zu bauen. Die
Verlehnung eines Amtes durch den Grafen bedeutete automatisch die
Erhebung in den Adelsstand. |
©2009 Kastelenstichting Holland en Zeeland